Berichte von 01/2013

Donnerstag, 31.01.2013

Neujahrsfeier von KOSTAL

Neujahr wird in China ganz groß gefeiert. Es ist ein Familienfest wie bei uns Weihnachten, vielleicht sogar wichtiger. Aus diesem Anlass veranstaltet jede große Firma hier in China kurz vor dem offiziellen Neujahr (nächste Woche) eine Neujahrsfeier für seine Angestellten. Bei Kostal heißt dies, dass ca. 2000 Gäste erwartet werden...inkl. Familienangehöriger.

Aus diesem Grund wird eine riesige Halle angemietet, in der alle Gäste vor einer Bühne Platz finden und zusätzlich ein Dinnerbereich eingerichtet werden kann. Somit nimmt das Ganze Westfalenhallenausmass an.

Auf der Neujahrsfeier, die für ungefähr 4 Stunden angesetzt ist (aber in Wirklichkeit mindestens 6 Stunden geht), hat jede Abteilung der Firma die Gelegenheit etwas vorzuführen und seine Kollegen und den Big Boss auf diese Weise zu unterhalten.

Quasi eine Art Kostal-Supertalent...nur, dass am Ende eben kein Gewinner gewählt wird, sondern alle Gewinner sind, weil sie die wochenlang einstudierten Performances vor grossem Publikum gezeigt haben.

Und mit wochenlang, meine ich wochenlang...denn anders lässt sich die hohe Qualität und Quantität hier nicht erklären. Es war einfach alles dabei: Tanz, Gesang, Theater, Comedy!

Ich habe lange nicht mehr einen solchen Fluss an Kreativität gesehen und bin Stolz selber Teil des Ganzen gewesen zu sein (ich hatte ja erwähnt, dass meine Abteilung mich gefragt hat, ob ich in ihrem Theaterstück mitmachen möchte). Meine Rolle war zwar nur klein (ich habe das „iPhone 18“ auf die Bühne gebracht und 2 Worte auf Chinesisch gestammelt), aber es hat Spass gemacht. Ich wurde sogar von einer chinesischen Stylistin geschminkt. Ich war ihre erste Ausländerin und hatte deshalb ein bisschen Angst wie eine chinesische Drag Queen auszusehen, aber sie hat ihren Job gut gemacht. Sie hat mir die Augen zwar typisch „chinesisch“ geschminkt (also so, dass die Augen so groß wie möglich wirken), was in meinem Fall wohl ein bisschen an eine Anime-Figur erinnert hat, aber es war nett.

Bei unserem Stück handelte es sich um eine Art Herzblatt-Show, bei der 1 Kandidatin ihr Herzblatt aus mehreren Herren wählt und am Ende natürlich den Richtigen findet. Unser „Kai Pflaume“ (also der Moderator) trug ein sehr hübsches Kaiserkostüm.

Der Gangnam Style hat auch die Neujahrsfeier beeinflusst, was bei einer Abteilung zu einem sehr amüsanten Tanzauftritt und bei einer anderen Abteilung zu einem unglaublich kreativen Video führte.  

Bei der Tanzperformance hat sich Marco in Frack und Fliege geworfen und hat mit Sonnenbrille und seinem als Frauen verkleideten chinesischen Team (wovon 4 männlich sind) die Halle zum Lachen gebracht. Das andere Team hat das komplette Originalvideo vom Gangnam Style (siehe 2 Posts unter diesem) auf dem Firmengelände nachgedreht und dafür mindestens 1 Oscar verdient. Ich hab ewig nicht mehr so gelacht!

Besonders hevorheben möchte ich noch eine Abteilung, die erst in den Abendstunden ihren Auftritt hatte. Nachdem das Licht in der Halle gelöscht wurde, ertönte Technomusik und die „Künstler“ waren nur aufgrund an ihrer Kleidung befestigter Lichtschläuche zu sehen. Passend zur Musik wurden dann die Lichter an und aus geknipst und es entstanden unglaubliche Bilder... Es ist eigentlich unmöglich es mit Worten zu beschreiben und die wenigen Bilder die ich habe, zeigen nur eine winzige Spur der Grossartigkeit dieses Auftrittes.

Während den Proben Während den Proben Mein Vertriebsteam Unser Moderatorenteam Fotospaß Backstage Fotospaß Backstage Fotospaß Backstage Fotospaß Backstage Make up SessionMarco mit seinen 4 von Marcos Backstage Olaf beim Bandposing On Stage On Stage - Übergabe des iPhone 18 On Stage - Mein großer Auftritt On Stage On Stage On Stage Gangnam Style 1 Gangnam Style 2 On Stage Der beste Auftritt des Abends! Der beste Auftritt des Abends! Der beste Auftritt des Abends!

Alles in allem war es ein toller Tag, der zwar ein wenig durch die eisige Kälte in der Halle und das anschliessende Essen (es gab Qualle!!!) gemindert wurde, aber definitiv zu den besten hier gehört.

Olaf und Kathrin Beim Dinner Dinner

Mittwoch, 30.01.2013

Kabelbrand

Da komme ich heute nichts ahnend vom Dinner nach Hause, schliesse die Tür auf und merke sofort, dass etwas nicht stimmt: Ralfies Lampe brennt nicht!

Meinem Elektrikerhirn fielen natürlich sofort 2 Gründe dafür ein: Glühbirne kaputt oder Stromausfall (passiert hier angeblich öfters mal)!

Ersteres wäre blöd für Ralfie und letzeres blöd für uns beide...also hoffte ich als Tierfreund natürlich, es ist nur die Lampe :D
Leider musste ich nach einigem Schnüffeln feststellen, dass es verdächtig nach einem Kabelbrand roch....also PANIK!

Zusammen mit Luo Zhen (eine meiner zahlreichen Retter heute Abend) bin ich also runter zu einem anderen Hausbewohner, der uns in gekonnt chinesischer Manier die Tür im Schlafanzug mit Drachendesign und Teddypantoffeln öffnete. Dieser kam dann auch gleich mit Taschenlampe bewaffnet mit zum Sicherungskasten meiner Wohnung (mindestens von Anno 1000 v.Chr.). Die Sicherung war offensichtlich draußen und ließ sich auch nicht wieder umschalten.

Also auf in mein Zimmer und die Ursache finden...(da ich nur 2 Steckdosen besitze, ging das ziemlich schnell). Die Steckdose hinter dem Schreibtisch (an der ein Verlängerungskabel hängt) war mit dem Stecker des Verlängerungskabels verschmolzen und hatte auch kurz gebrannt (juhuuu, gar nicht beängstigend). Nachdem wir also den Stecker aus der Dose gefummelt haben, ließ sich immerhin die Sicherung wieder umschalten und ich hatte Licht in der Wohnung.

Sicherheitsbedürftig wie wir Deutschen nun mal sind, habe ich gleich ein bisschen Druck gemacht, damit ich schnell eine neue Steckdose bekomme, schließlich brauche ich meine Heizung und mein Handy... und Ralfie seine Lampe.
Luo Zhen machte dann ein paar Anrufe und 40 Minuten später standen 2 chinesische Jungs aus Kostal bei mir in der Wohnung und haben fachmännisch die Steckdose gewechselt. Dabei haben sie immer wieder auf das Kabelwirrwarr auf dem Schreibtisch geschaut und 100% gesagt: "Doofe Frau, hat wieder alles über ein Kabel laufen lassen". Ich hab das aber gleich mal richtig gestellt (ich bin ja schließlich nicht ganz blöd) und habe ehrlich gesagt, dass lediglich Ralfies Lampe und der Kühlschrank an waren und nicht wie von den beiden vermutet noch die Heizung und der Wasserkocher und der PC. Das verbrannte Verlängerungskabel haben sie mitgenommen und mir bis zur Reperatur ein Neues ausgeliehen. Den Kühlschrank lass ich jetzt aber besser aus...brauch ich eigentlich eh nicht.

Bezahlt habe ich die beiden mit Schokolade (Geld wollten sie nicht und auch die Schokolade wollten sie erst nicht haben). Ich will aber mal schauen, dass ich noch an Kinogutscheine für die beiden komme...schließlich sind die extra für mich gekommen!

Ich hatte dann noch kurz Besuch von 2 chinesischen Nachbarinnen, die sich wohl mal live und in Farbe anschauen wollten, wie eine Deutsche hilflos vor einer Steckdose steht. Danach war aber Ruhe und ich kann endlich unter die Dusche...in der Hoffnung, dass der Strom nicht zu lange aus war und damit auch der Boiler abgekühlt ist...so wie die ganze Wohnung...

P.S. Hier ein Foto meiner verkohlten Steckdose.

Dienstag, 29.01.2013

Abteilungsessen

Das Department Dinner anlässlich des New Year Festivals….war definitiv eine Erfahrung für sich.

Wie bereits beschrieben, war die Stimmung sowie die Kleidung im Office bereits sehr entspannt, weshalb es vor Aufbruch mit mehreren Taxen auch erst einmal eingeschweißte Kleinigkeiten gab (Entenniere, Hühnerfüße etc). Ich hab mir auf Drängen meiner Kollegen (ich glaub die machen das mit Absicht) auch brav ein Päckchen genommen und in einem unbeobachteten Moment in meiner Tasche verschwinden lassen.

Zusammen mit Dario und zwei chinesischen Kollegen ging es dann mit dem Taxi Richtung angepeiltem Restaurant. Zumindest war das unser Plan, der aber durch den Fahrstil des Taxifahrers arg gefährdet schien. Dieser hackte nämlich mit einem Affentempo und im Zickzackkurs über die Autobahn, als wäre der Teufel persönlich hinter ihm her! Was dazu führte, dass der neben mir sitzenden Kollegin so schlecht wurde, dass sie eine Kotztüte sowie Reinigungstücher vom Fahrer bekommen hat (womit wir wieder beim neuerdings und eigentlich ungeplant vorherrschenden Nebenthema dieses Blogs wären)!

Also habe ich den Rest der Fahrt dafür gebetet, dass sie eben nicht k... muss. Denn dann wäre der Abend für mich sowas von gelaufen gewesen. Ich kann echt einiges sehen, Blut, Verbrennungen, aber K... geht gar nicht. Zum Glück musste sie dann wirklich nicht und wir sind einigermaßen unbeschadet im Restaurant angekommen. Dort erwartete uns ein Separee mit 3 Rundtischen für 30 Personen. Als Vorspeise gab es zuerst eine Rindernudelsuppe, die eigentlich nur das Ziel hatte den nachfolgenden Alkohol aufzufangen. Dieser wurde „Chinese Wine“ genannt, also Chinesischer Wein, allerdings handelte es sich dabei in Wirklichkeit um 55% Schnaps. Mit Auspacken des besagten Schnapses (Zitat Marco: „Oh ja, der ist gut, da bekommt man keinen Kater von, weil der die Gehirnzellen nicht angreift oder verwundet, sondern sofort tötet“) teilte sich die Gesellschaft in einen Frauen- und Männertisch auf, wobei der Männertisch auch als Umschlagplatz für Alkohol und Zigaretten bezeichnet werden kann.

Wir Frauen hielten uns an Fruchtsäfte, Tee und (in meinem Fall) Cola.

Die Speisen stammten aus der Guizhou Provinz und waren scharf und würzig (fast in jeder Speise war Koriander). Es gab eine große Auswahl an Fleisch und Fisch und sogar Salat und Erdnüsse. Besonders erwähnen möchte ich an dieser Stelle noch einmal die Entenzungen (die ich dieses mal nicht gegessen habe) und Seeohren (die ich gegessen habe). Bei letzteren handelt es sich um eine Meeresschnecke, die aber aussieht wie eine Muschel und angemacht mit Gemüse wirklich sehr lecker ist.

Die Männer haben sich allerdings hauptsächlich „flüssig“ ernährt, weshalb ich bereits sehr früh die optischen Auswirkungen der chinesischen Alkoholintoleranz in Verbindung mit dem Flush-Syndrom (Erröten des Kopfes) beobachten durfte. Wirklich sehr interessant, wenn man das sonst nur im Biologieunnterricht besprochene Phänomen plötzlich live bei 28 Chinesen in einem Raum sieht. Aber da hier alle rot sind, wurde fleißig weiter angestoßen (auch ich wurde zu einem Pinnchen genötigt) und Videos und Fotos gemacht (wobei ich mehr als gern zusätzlich ins Bild geschoben wurde).

Nach einer Preisauslosung torkelten „meine Chinsesen“ noch mit Dario und mir in ein KTV. Ja, richtig gelesen, ich war wieder im KTV! Und dieses Mal mit chinesischer Mehrheit. Dies bedeutete, dass die Herangehensweise weitaus professioneller war als letzten Samstag. Dieses Mal hatte unser Raum eine eigene kleine Bühne, 3 Mikros und zahlreiche kleine betrunkene, chinesische Stimmwunder in peto. Da wird auch nicht lange gefackelt, sondern gleich die Mikros umkämpft und losgeträllert und getanzt. Lauter Rampensäue, diese Chinesen! Das chinesische Liedgut teilt sich übrigens nur in 2 Kategorien auf:

1. Schmachtende Liebeslieder voller Herzschmerz

2. „Ich-liebe-mein-Land“-Lieder

Wobei dies nicht bedeuten soll, dass die Chinesen nicht beim Gangnam Style total abdrehen! Unfassbar, wie die abgetanzt haben...Asterix und Obelix würden wohl so etwas wie „Die spinnen die Chinesen“ sagen.

Ich glaube man hat China nicht erlebt, wenn man nicht einmal mit Chinesen beim Karaoke war und sich ebenfalls zum Deppen gemacht hat. Deshalb haben wir „lǎowàis“ (chinesisches Wort für Ausländer) auch gleich mal schön die Backstreet Boys angestimmt und uns fast gar nicht geschämt...Wir wurden auch sehr begeistert angefeuert und gefilmt. Ich hoffe das Video taucht niiiiiiiiiiiiiiiieeeeemals wieder auf!

Beim Essen Beim Essen Das Essen Das Essen Summer, die hübscheste Chinesin üerhaupt! Chinesische Männer beim Trinken Chinesische Männer beim Trinken Im KTV KTV Gangnam Style Gangnam Style Gangnam Style


Originalvideo vom Gangnam Style

Dienstag, 29.01.2013

Aufarbeitung des Server Crashs

Soooo...ich habe versucht mich an die verloren gegangenen Einträge zu erinnern und diese, soweit es ging, rekonstruiert.

Ich enstchuldige mich für Änderungen, aber es ist wirklich sehr schwer und vorallem mühselig sich an jedes Detail zu erinnern oder jede humorvolle Bemerkung wieder einzuarbeiten (was ich sehr bedauerlich finde, denn insbesondere der Eintrag über meine Erkältung hat mir selber sehr gut gefallen....das mag aber auch an der mangelnden Sauerstoffzufuhr durch die verstopfte Nase gelegen haben).

 

Nachfolgend (also unter diesem Text) die alten „neuen“ Einträge, und über diesem Text dann wieder neue „neue“ Berichte....

Dienstag, 29.01.2013

Schnupfenparty

Ich bin erkältet. Was mich insbesondere aufgrund der überhaupt nicht trockenen und virenverseuchten Luft durch Klimaanlagen in Büro, Bus, Bahn und Wohnung verwundert. Auch Papas Aussage bezüglich zu viel Feiern und Alkohol finde ich sehr unrealistisch).

Also sitze ich hier und verbringe meine Arbeitszeit damit mir die Nase zu putzen und in einem Land, in dem die Nutzung von Taschentüchern kulturell bedingt als ekelig empfunden wird (weil das Rotzen in den Papierkorb ja so viel weniger ekelig ist), meine eigene Rotzfahneninfanterie aufzustellen.

Heute ist das grosse Abteilungsessen angesetzt, welches sicherlich sehr chinesisch wird, da der Vertrieb seit Ilkers Abreise (er ist Deutsch-Türke) rein chinesisch besetzt ist. Also ausser mir...aber ich zähle nicht, ich bin nur Praktikantin.

Zum Glück ist Dario auch eingeladen worden, dann kann er mit meinen sehr trinkwütigen männlichen Kollegen anstossen. Ich werde mich heute erkältungsbedingt enthalten....eine Begründung, die ich durch meine „leicht“ gerötete Nase auch optisch sehr unterstützen kann. Und sollte dies nichts bringen, führe ich einfach meine Rotzfahneninfanterie ins Feld...

Generell sind heute alle sehr casual gekleidet, sogar die Anzugträger in meinem Büro tragen Strickjacken und –pullover, lockere Hosen und Turnschuhe. Dies lässt mich dem Abend mit ein bisschen Furcht entgegenblicken, ganz getreu dem Motto „Ohne Anzug säuft und kotzt es sich eh besser“. Aber mal schauen....ich bin gespannt.

P.S.Hier noch ein paar Bilder von meinem Geburtstag im Buero.

Mein Geburtstagskuchen (oder auch

Dienstag, 29.01.2013

Work it, Baby

Nach fast 3 Wochen hier, möchte ich heute gerne ein bisschen was zu meiner Arbeit hier bei Kostal schreiben:

Bisher habe ich eher unterstützende Aufgaben erledigt, wobei vor allem das Aufarbeiten von Excel Tabellen ganz oben auf der Liste stand. Diese habe ich bearbeitet, verschoben, korrigiert, mit Grafiken verschönert und und und. Ich hoffe meine fleissigen Kollegen damit wenigstens ein bisschen entlastet zu haben. Ausserdem habe ich an einigen Präsentationen gearbeitet und Übersetzungsarbeiten übernommen. 

Besonders interessant fand ich ein Treffen mit einer Kollegin vom Marketing. Diese hat mir bei einer generellen Einführung über die Marketingaktivitäten bei Kostal erklärt, dass es in China sehr schwer ist an Daten für grundlegende Marktforschung zu kommen. Dies liegt zum Einen am noch recht jungen Automobilmarkt in China (zumindest im Vergleich zu Europa oder den USA) und zum Anderen (und leider hauptsächlich) an der Zensur hier im Land. Daten sind hier nicht, wie bei uns, frei verfügbar, sondern entweder gar nicht erst vorhanden oder von einer zentral geschalteten Organisation bereit gestellt. Also alles ein bisschen komplizierter hier.

Da ich bereist in der Uni für zahlreiche Projekte Research betreiben musste, hab ich mich angeboten nach weiteren Informationen für das Marketing zu suchen. Insbesondere im Hinblick auf Daten in englisch (die wegen der Sprachbarriere leider nicht immer verstanden werden) und deutsch. Dieses Angebot wurde sehr gerne angenommen, obwohl ich leider festellen muss, dass mich das chinesische Internet an meinem Firmen-PC (ja, ich habe jetzt Internet im Büro) auch etwas blockiert. Zwar kann ich durch das Suchen auf Deutsch einige Hürden nehmen, muss aber für einige Daten auf meinen Laptop mit VPN Zugang zurückgreifen. Was mich meiner Meinung nach als sehr engagierte Praktikantin auszeichnet, schliesslich mache ich dies in meiner Freizeit, wenn ich in meiner Unterkunft bin :)

Dienstag, 29.01.2013

Das Wetter in Shanghai

Ich habe mich ja bereits mehrmals  über die Kälte in meiner Wohnung ausgelassen, nun möchte ich also auf das allgemeine Klima hier in Shanghai eingehen:

Shanghai hat ein subtropisch kontinentales Monsunklima mit vier ausgeprägten Jahreszeiten, wobei Frühjahr und Herbst vergleichsweise kurz ausfallen.
Im Winter ist es feuchtkalt, die Temperaturen liegen bei -1° bis 8° (Anmerkung der Autorin: Insbesondere wegen der Feuchtigkeit also sehr empfindlich kalt, insbesondere, da die Wohnungen nicht gedämmt sind und die Fenster nur 1 Scheibe Glas vorweisen und nicht, wie bei uns 2). Gelegentlich gibt es auch deutlich stärkere Fröste (Anmerkung der Autorin: Aber Hallo und dann meist verbunden mit starkem Nebel). Dies war für die Bewohner südlich des Jangtse sehr unangenehm.Der Jangtse markierte die 'Heizlinie', nördlich des Jangtse durfte im Winter geheizt werden, südlich davon jedoch nicht, obwohl es auch dort kalt werden konnte. Diese Regelung wurde abgeschafft (Anmerkung der Autorin: Trozdem gibt es kaum richtige Heizungen in den Wohnungen, nur Klimaanlagen, die kaum gegen die Kälte ankommen. Deshalb gibt es im Supermarkt eine grosse Abteilung für elektrische Heizkörper). Im Sommer herrschen Temperaturen von durchschnittlich 28° bis 35° und eine Luftfeuchtigkeit von etwa 80% erreicht. Im Oktober kommt die erste kalte Luft aus dem Norden.
Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 15,3°C. Die Jahresniederschlagssumme liegt bei 1135 mm, davon fallen 50% in die Zeit von Mitte Mai bis Mitte September (Flutsaison). In diesem Jahresabschnitt gibt es 3 ausgeprägte Regenperioden: Die „Frühlingsregen“, die „Pflaumenregen (梅雨)“ und die „Herbstregen“. Insgesamt gibt es etwa 110 Regentage.

Shanghai

 

Jan

Feb

Mar

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Tagestemperatur

8

8

13

19

24

28

32

32

27

23

17

10

Nachttemperatur

-1

0

4

9

14

19

23

23

19

13

7

2

Sonnenstunden/Tag

4

4

4

5

5

5

7

8

5

6

5

4

Niederschlagstage/Monat

8

8

9

9

9

11

9

9

9

8

7

6

Wassertemperatur

10

8

9

12

16

20

24

26

25

23

18

13

 

Die Klimatabelle zeigt sehr anschaulich, dass ich mir eindeutig die falsche Jahreszeit ausgesucht habe. Deshalb bedaure ich arg die kurzfristige Entscheidung, die ich 10 Minuten vor der Abreise zum Flughafen getroffen hab. Ich meinte nämlich überzeugt zu Papa, dass der normale Wintermantel locker reichen müsste und, dass der Mantel aus Finnland-Zeiten ja sicherlich total übertrieben wäre...

Aber in wenigen Tagen fliege ich ja ins warme Hong Kong zu Anja und kann mich erst mal schoen aufwaermen...

Montag, 28.01.2013

Server Crash

Liebe Leser,

Leider sind bei einem Server Crash dieser Seite saemtliche Eintraege geloescht worden. Damit also auch alle Fotos und Kommentare...Ich bin mehr als untroestlich und weine gerade fast.

Ich konnte die Eintrage trotz Anweisungen des Anbieters nur bis zu meinem Geburtstag rekonstruieren, hoffe aber auf weitere Hilfe....

Montag, 28.01.2013

Happy Birthday to me!

Die Zahl "3" ist wesentlicher Teil dieses Geburtstages....so werde ich zum Einen "23" Jahre alt und bin zum Anderen das 3. Jahr in Folge nicht Zuhause an meinem Geburtstag.
Ich habe sogar kurzfristig überlegt einen Antrag auf "Nicht-Anerkennung" der letzten 3 Jahre zu stellen.....allerdings würde dieser Geburtstag dann quasi entwertet und das wäre sehr schade.

Schliesslich hatte ich einen sehr schönen Tag mit sehr lieben Leuten (bei denen ich mich auch hier noch einmal bedanken möchte, dass sie die Zeit und Lust hatten diesen Tag fern der Heimat mit mir zu verbringen!):

Mein erstes Geschenk bekam ich von Luo Zhen (ein Haargummi mit Glitzersteinen besetzer Schleife) und den wohl nettesten Geburtstagsgruß von Dario. Dieser lief mir morgens in der Firma wie folgt schimpfend über den Weg: "Da hab ich heut erst mal meine Karte (Anmerkung der Autorin: Zur Autorisierung und zum Essen kaufen) vergessen!...Ach ja, herzlichen Glückwunsch." Und zack war er im Flur an mir vorbei gerauscht. Sehr amüsant.

Bei Sahnetorte und Kerzen sangen mir meine chinesischen Kollegen ein Ständchen und ich durfte die Torte anschneiden. Davon gibt es sogar ein Video....sollte ich es noch in die Finger kriegen, versuche ich es hochzuladen ;-)
Außerdem hat mir Shi Chenjun, meine Sitznachbarin am Schreibtisch gegenüber, einen Schlüsselanhänger und ein Lesezeichen mit traditionell chinesischem Muster aus Keramik geschenkt. Die Torte war dann auch schneller weg, als ich "Chinese" sagen konnte. Alle sehr verfressen hier :-D

Die Torte in der Firma

Nach der Arbeit ging es dann zusammen mit Olaf, seiner Frau Kathrin, Dario, Shi Chenjun und Marco zum Iraner essen. Das Essen war gut und die Gesellschaft toll. Der mehr als übermotivierte Restaurantbesitzer lud uns dann immer wieder auf iranische Kleinigkeiten ein und gratulierte mir wahrscheinlich 50 mal zum Geburtstag. Zur Präsentation der von meinen Gästen besorgenten Schokotorte wurde sogar das Licht gedämmt und Happy Birthday abgespielt und gesungen. Sehr nett :-)

Der Abend endete dann mit einer Apfel-Shisha, Cocktails und Bier sowie einem weiteren Geburtstagsständchen einer philipinischen Band!

Im iranischen Restaurant (Olaf und Marco) Im iranischen Restaurant (Shi Chenjun, Dario und Kathrin) Schokotorte

Montag, 28.01.2013

Von Füßen und Pflaumenwein...

Im Gegensatz zu Ralfie esse ich offensichtlich, weshalb ich mich sehr über das von meinem Arbeitskollegen Olaf mitgebrachte Brot vom deutschen Bäcker gefreut habe.


Ausserdem bin ich im Büro schon voll integriert, habe japanischen Lipbalm und Tee  von einem Arbeitskollegen aus Japan geschenkt bekommen und wurde außerdem gebeten im Theaterstück für das Spring Festival am 26. Januar teilzunehmen. Da ich ja eine bekannte Rampensau bin, habe ich natürlich gleich begeistert zugesagt - nicht. Ich habe auch eine sehr tragende Rolle...ich darf einem Kollegen ein Telefon bringen und 2 Worte auf Chinesisch sagen. Vor der gesamten Belegschaft von Kostal :-D

Mit Teilen der deutschsprachigen Belegschaft von Kostal war ich auch in den letzten Tagen wieder flei?ig unterwegs. So war ich mit Dario bei der Fußmassage. Eine äußerst amüsante und (für Dario) schmerzhafte Erfahrung:
Beim Betreten des Dalons öffnete und eine Dame die Tür, die definitiv auch mehr als Fußmassagen verkauft hat, aber da wir ja wirklich nur eine Fußbehandlung wollten, ließen wir uns nicht abschrecken. Ebenso wenig von dem Raum für 2 Personen, der Ansprache eines dort arbeitenden Chinesen (auf chinesisch) und der aufkommenden Verwirrung nach dessen Unterredung mit uns (von der wir eben nichts verstanden haben). Nach einiger Wartezeit erschienen dann ein Mann und eine Frau als unsere Therapeuten (sie für Dario, er für mich). Zuerst wurden unsere Füße in kochend heißes Wasser eingetaucht und uns unter Schmerzen (von den kochenden Füßen) der Nacken massiert und auch einfach mal ohne Vorwarnung zur Seite gerissen. Sehr netter Knackeffekt :-D

Dann folgte die Reflexzonenmassage....oder aus Darios Sicht: 1 Stunde Höllenqualen! Denn seine Dame war definitiv nebenbei noch Domina und hatte einen Höllenspaß daran auf Darios Punkt für die Nieren zu drücken, was bei ihm furchtbarste Schmerzen und nahezu Tränen hervorgerufen hat. Ich wurde etwas sanfter behandelt, wenn auch bei mir definitiv nach Stellen gesucht wurde die sehr wehtun. Nach dem Schröpfen und irgendeiner komischen heißen Paste auf den Knöcheln wurden wir dann doch erlöst und durften humpeld den Laden verlassen...obwohl sich das Humpeln doch eher auf Dario bezieht....ich glaube er kann erst jetzt wieder schmerzfrei auftreten :-D


Freitag war ich in Downtown sehr lecker japanisch essen und Pflaumenwein trinken. Diesen vertrage ich aber nicht sehr gut und hatte eine unangenehme Begegnung mit meinem Putzeimer in dieser Nacht :-D Dementsprechend gerädert ging es dann am Samstag auf eine sehr angenehme Sightseeing Tour mit meinem Arbeitskollegen Olaf und dessen Frau (Kathrin). Shanghai ist definitiv imposant.

Besagter Pflaumenwein Lustiges Foto nach einigem Pflaumenwein Flambierte Banane Shanghai Downtown

Nach einem sehr chinesischen Essen mit Freunden von Olaf und Kathrin ging es dann zum KTV. Das "K" soll hierbei für Karaoke stehen....obwohl es je später die Stunde wird für die sehr engagierten Chinesen eher für "Kotze" steht. Denn ab ca. 21 Uhr verschwindet jeder 2. Chinese auf die Toilette um zu k... Denn beim Karaoke wird nicht nur viel gesungen, sondern auch getrunken (wahrscheinlich damit es nicht so peinlich ist). Was eben bei den meisten Chinesen dazu führt, das sie k... Aber um dieses unappetitliche Thema mit einem Zitat von Dario abzuschließen: "Wo saufen eine Ehre ist, kann kotzen keine Schande sein". Hab ich mich gleich viel besser gefühlt beim Gedanken an den Pflaumenwein :-/
Der sehr lehrreiche und witzige Abend ging dann so gegen 2 Uhr morgens mit einer Irrfahrt im Taxi zuende.

Karaoke Karaoke Karaoke Karaoke Zum Locker machen für Karaoke Zum Locker machen für Karaoke

Den Sonntag habe ich das este Mal seit ich hier bin ausgeschlafen und mit einem ebenfalls sehr angeschlagenen Dario beim Stoffmarkt und am Bund in Shanghai verbracht. Ich bin schon sehr gespannt, wie mein pinker Cashmeremantel wird...in 10 Tagen weiß ich es.

Blick auf Pudong am Bund Bund

Da es bei mir bereits viertel vor 12 ist und ich morgen arbeiten muss, werde ich nun endlich ins Bett gehen und in meinen 23. Geburtstag reinschlafen :-D

Montag, 28.01.2013

Fortsetzung: Woche 1

Montag (oder auch „Der erste Arbeitstag“)

Der Montag begann für mich mit Jet Lag bedingten Schlafstörungen. So bin ich erst gegen 5.30 Uhr morgens eingeschlafen und musste bereits um 6.30 Uhr wieder aufstehen, um mich für die Arbeit fertig zu machen. Meine morgendliche Prozedur ist aufgrund der von der (R)Unterkunft vorgegebenen Mängel leider etwas langwierig, da ich aufgrund der Kälte in Bad (vorallem dort) und Wohnraum Ewigkeiten brauche um Betriebstemperatur zu erreichen. So sitze ich beim Frühstück (aus Deutschland mitgebrachtes Knäckebrot mit Nutella) schlotternd und in eine Decke eingewickelt vor meiner elektrischen Heizung :D

Nachdem ich dann aber alles etwas verlangsamt geschafft habe, treffe ich mich um kurz vor 8 mit Luo Zhen um noch Frühstück zu holen und den Bus in Richtung Firma zu nehmen.
Das besagte Frühstück besteht hier aus „Buns“ (heisse und mit verschiedensten Dingen gefüllte Teigtäschchen). Eine sehr gewöhnungsbedürftige Speise für den Brot liebenden Deutschen! Mein Bun war übrigens mit Gemüse gefüllt und an sich ganz lecker...nur einfach nicht die für mich passende Speise am Morgen.

Buns
Mit dem Bus voller Chinesen geht es dann 25 Minuten über Holperstrassen und durch  todbringenden Verkehr zur Firma, wo Montagmorgens erst einmal unter laufender Chinesischer Nationalhymne (!!!) die Flaggen von China, Deutschland und der Firma gehisst werden. Ein wahres Ereignis, denn alle müssen stehen bleiben und zuschauen bis alle Flaggen oben sind.

Endlich im Firmengebäude angelangt, ging es für mich zum Vertrieb, wo ich von einer Kollegin zur Personalabteilung geführt wurde, um Dokumente bezgl. meines Aufenthaltes auszufüllen. Hier muss man sich nämlich innerhalb 24 Stunden bei der Polizeibehörden melden, sonst gibts Ärger (Knast und so).
Danach wurde ich von einem Mr. Sheng mithilfe eines Flipcharts ein bisschen in die Hintergründe deutsch-chinesischer Firmencooperationen eingeführt (leider nicht sehr künstlerisch begabt der gute Sheng). Gleichzeitig nutzte dieser die Gelegenheit seine Deutschkenntnisse an mir anzuwenden und mich mit blauem Kittel, Kostal-Kappe und Sandalen durch die gesamte Produktion zu führen. Beim Mittagessen (alles schön chinesisch) und weiteren Übungen mit den Esstäbchen habe ich dann durch Shengs Vermittlung Dario kennengelernt. Dario ist auch aus Deutschland, 24 Jahre alt und hat eine Art Praktikantenstatus. Er ist bereits seit 3 Monaten da und bleibt noch so lange wie ich. Er hat eine schöne Wohnung und eine Waschmaschine. Somit werden wir gute Freunde werden ;)

Nach dem Mittagessen kam das erwartete Jet Lag-Tief und ich bin fast auf dem Schreibtisch eingeschlafen. Allerdings habe ich dann meinen Computer und mein Telefon bekommen (mit dem ich Papa in Kostal Deutschland erreichen kann). Leider habe ich keinen Internetzugriff und nur interne Mailmöglichkeiten. Etwas schade, aber zum nerven von Papa und Dario reicht es aus :D

Um 17Uhr habe ich endlich Feierabend und fahre mit Luo Zhen im Bus zurück in die Unterkunft. Dort bekomme ich dann endlich mein Internetpasswort (Juhuuu), welches zu einer abends sehr überlasteten Leitung führt. Surfen (und damit auch bloggen) ist also abends nicht wirklich drin, skypen geht aber relativ gut. Aber ich habe ein gutes Buch dabei, da macht mir das kaum etwas aus.

Mein Dinner esse ich an diesem Abend alleine und gehe auch bald ins Bett um mit Ohrstöpseln fast bis zum nächsten Morgen durchzuschlafen.

 

Dienstag (oder auch „Erste Schritte in Anting“

Diesen Morgen gab es Black Sesame Bun, der war suess und somit morgens auch leichter zu essen.

In der Firma habe ich anfangs nichts zu tun, weshalb ich damit beschäftigt bin meinen PC von chinesisch auf deutsch umzustellen, einen Highscore im Fingerball aufzustellen und nicht einzuschlafen.

Lunch hatte ich dann wieder mit Dario und habe auch noch andere deutsche Arbeitskollegen kennengelernt (Marko, Olaf und Max). Alle drei sind schon seit mehreren Jahren hier und was die Orientierung angeht eine grosse Hilfe. Olaf will mir sogar Brot vom deutschen Bäcker bei ihm um die Ecke mitbringen!

Generell ist die Arbeitsatmosphäre hier sehr entspannt, alle summen und ständig klingeln hier die Handys und alle telefonieren. Und Raucher-/Teepausen gibt es reichlich. Es werden auch ständig Süssigkeiten verteilt, sehr angenehm also.

Ich durfte dann auch an einer Präsentation arbeiten, was aber aufgrund PPT 2003 etwas kompliziert war, da ich nur an 2007 gewöhnt bin. Aber geht schon J

Nach der Arbeit habe ich mein chinesisches Handy zum Laufen gebracht und war noch mit Dario beim Dinner und in der Mall. Wir hatten japanisches Barbecue. Sehr sehr lecker und definitiv eine Wiederholung wert!

Danach sind wir noch kurz durch die abendlichen Strassen von Anting gewandert, vorbei an dubiosen Geschäften und Strassenständen. Interessant zu erwähnen ist, dass die Prostitution in China zwar offiziell verboten ist, man aber zum Beispiel bei Friseursalons (gekennzeichnet durch eine sich drehende blau-weisse Säule) ohne Friseurstühle aufpassen sollte, wenn man wirklich nur einen Haarschnitt möchte.

Auch Massagen gibt es hier fast immer mit der Option auf ein „Happy End“. Als Mann (insbesondere als Westler, welche als reich gelten) muss man sich also wirklich vorsehen :D

Massagen (Fuss- und Kopf) sind aber auch bei mir noch geplant, ebenso eine blinde Massage. Was genau das ist weiss ich nicht, soll aber gut sein....(An alle, die jetzt Schweinisches denken, möchte ich einen virtuellen Mittelfinger schicken, denn ich werde mich vorher ordentlich informieren und nur ins Salons mit Empfehlung von chinesischen Arbeitskolleginnen gehen!)

 

Mittwoch (oder auch „Lecker Thailand“)

Diesen Morgen war es sehr sehr kalt und ich habe mich fast nicht aus meinem Bett getraut, da die erste halbe Stunde im Zimmer immer die schlimmste ist! Ich habs dann aber doch gewagt und fast wieder bereut, aber tapfer und arbeitswillig die Zähne zusammen gebissen. Zur Belohnung gab es dann von Luo Zhen ein Ei zum Frühstück. Nur leider war das Eiweiss grau. Das hat mir einen gehörigen Schrecken eingejagt, denn bisher bin ich sehr gut mit der chinesischen Küche zurecht gekommen. Aber es hat geschmeckt wie ein normales Ei und hat auch so gerochen, deshalb hab ich es gegessen. Ausserdem war sie ja so nett und hat an mich gedacht. Obwohl ich zugeben muss, dass ich noch stundenlang Angst vor einer Magen-Darm Verstimmung oder gar Salmonellen hatte. Aber nichts ist passiert.  

Abends war ich dann zusammen mit Luo Zhen und Hu Qi eingeladen an einem Abteilungsessen teilzunehmen. Zusammen mit 16 Chinesen war ich also beim Thailänder essen. So richtig mit abgetrennten Raum und Auswahl der lebenden Riesenkrabben! Es war sehr sehr lecker (bis auf die Leber) und die Schweinefüsse hab ich halt einfach ausgelassen.
An dieser Stelle ist wohl auch zu erwähnen, dass die Sitten bei Tisch definitiv anders sind als bei uns. Da wird geschmatzt und gespuckt (die ganzen untergemengten und gehackten Knochen und Gräten muss man ja auch irgendwie wieder los werden)und die Hände werden ohne Scham benutzt. Da wir klassisch an einem Rundtisch sassen und die Speisen auf einer Drehscheibe standen, konnte auch jeder immer wieder mit seinen Stäbchen zugreifen. Dabei nutzen alle die Stäbchen, mit denen auch gegessen wird. Diese werden auch gerne mal benutzt um seinem Gast (also MIR) etwas auf den Teller zu legen. Aber das ist für mich schon ok. Sie meinen es ja nur gut und bisher habe ich, wie gesagt, alles sehr gut vertragen.

Luo Zhen und Hu Qi Beim Thailänder

Und dabei habe ich mich innerhalb der ersten Tage bereits durch halb Asien gegessen....dieser thailändische Abend hat dabei einen sehr guten Eindruck hinterlassen.

 

Donnerstag (oder auch „Supermärkte und ihre Tücken“)

Trotz Frühstück bin ich immer schon total früh hungrig, weshalb Dario und ich meist gegen halb 12 zum Lunch aufbrechen. In der Kantine gibt es eine Auswahl an Nudeln, Reis und verschiedenen Kleinigkeiten. Ausserdem kann man auf alles Sojasauce und scharfe Sauce kippen, was Dario auch mehr als gerne macht. Eigentlich glaube ich, dass sein Essen nach nichts anderem als der scharfen Sauce schmeckt, aber er behauptet das Gegenteil :D
Er hat sich in Shanghai für mehrere Anzüge und Hemden auf Mass anfertigen lassen, ein Klassiker unter den Chinareisenden. Auch ich werde wohl einem bekannten Stoffmarkt mal einen Besuch abstatten und mir ein paar Blusen und einen Cashmeremantel machen lassen. Derartige Aktivitäten sind allerdings nur am Wochenende möglich, da die Fahrt mit der Bahn in die Innenstadt fast 1 Stunde dauert.

Im Büro wurden heute Videogrüsse für Neujahr aufgenommen.Dafür mussten wir uns als Gruppe zusammenstellen, irgendetwas chinesisches sagen und komische Bewegungen machen. Ein Riesenspass, wenn man den Chinesen glaubt. Generell sind überall Vorbereitungen für Neujahr zu beobachten...Tänze werden einstudiert und die grosse Firmenparty geplant. Ich selber habe ja eigentlich geplant die Woche des Chinesischen Neujahrfestes in Hongkong zu verbringen, da dort meine Freundin Anja (Hallo Anja!!) gerade ihr Auslandssemester macht. Sollte ich weitere Informationen von der leicht unkooperativen Mrs. Grace Li bezgl. meiner 2. Einreise bekommen, kann ich auch endlich die Flüge buchen.

Heute ist etwas ganz Wildes im Büro passiert: Ich wurde gefragt, ob ich gerne Dessert haben möchte. Als gutgläubige Europäerin habe ich natürlich ja gesagt und habe mich dann gewundert, warum einige das Büro verliessen. Sie kamen nach einiger Zeit mit Tüten voller Suppenpappbecher wieder. Es handelte sich beim Inhalt um ein koreanisches Dessert, welches offensichtlich aus pürierten braunen Bohnen (!!!) bestand und den Aggregatzustand von Suppe hatte. Diese war sämig und vom Geschmack undefinierbar...als besonderes Highlight schwammen merkwürdige Gummidinger in der Suppe. In Form von schwarzen Kugeln und durchsischtigen Schnüren. Das Ganze hatte die Konsistenz von aufgeweichten Gummibärchen, aber keinen Geschmack. Ich wusste das erste Mal nicht, was ich tun soll. Brav habe ich 2 Löffel geschafft, während meine Kollegen bereits fast alles aufgegessen hatten. Ich bin dann mit der Begründung, dass ich keine braunen Bohnen mag zu Luo Zhen gegangen und habe ihr die Suppe gegeben :D Ein Foto dieser Köstlichkeit habe ich beigefügt.

Die Suppe des Grauens

Abends war ich noch mit Dario im Supermarkt und habe die riesigen Gänge und Abteilungen erkundet. Dabei sind wir auf allerhand Unheimliches gestossen. Schlangen, Schildkröten, Fische, Muscheln und anderes Gekröse (tot oder lebendig). Hühnerfüsse, -köpfe, Schweinenasen etc. in rauen Mengen und mitten drin Klein-Jenny und Gross-Dario mit gerümpften Nasen und aufgerissenen Augen. Wir waren mal wieder die Attraktion im Geschäft, wie wir da so standen und schauten :D

Ausserdem gibt es in der Pflanzenabteilung ganz kleine Schildkröten, die einfach in so kleinen Plastikboxen sitzen und bestimmt verhungern. Voll furchtbar...

 

Freitag (oder auch „Das brasilianische Grauenshaus“)

Heute hatte ich ein sehr ausgiebiges Frühstück mit Wurst (aus dem Supermarkt), Ei, Tomaten und Erdbeeren. Ausserdem einiges auf der Arbeit zu tun und im Hinterkopf die Vorfreude auf das heutige Abendessen im Brasilianischen Steakhaus in Shanghai.

Dorthin ging es dann direkt nach der Arbeit das erste Mal in der Bahn und in Begleitung von Dario, der so nett war mich mitzunehmen. Auch hier wurden wir bestaunt wie bunte Hunde :D
Nach 1 stündiger Fahrt und kurzem Umstieg ins Taxi, kamen wir auch endlich halb verhungert an und trafen auf Ignatz, einen 19jährigen Niederländer und Bekanntem von Dario. Das Restaurant mitsamt Buffet entpuppte sich aber leider eher als Imbiss mit Kantinenatmosphäre und Fleisch in schlechter Qualität. Zumindest was den Preis angeht, dieser war nämlich im Vergleich zu den sonstigen Preisen hier schon etwas höher und im Bezug auf Preis-Leistung eine Vollkatastrophe. Weshalb wir mit dem Manager sprachen, aber auf keinerlei Verständnis stiessen. Also sind wir verärgert in eine Bar weitergezogen, um bei Bier wieder bessere Laune zu bekommen. Die Bar war nahezu bevölkert von Westlern, so wie die gesamte French Concession in Shanghai. So trafen wir auch gleich auf eine amerikanische Lehrerin, die uns noch mit in eine Heavy Metal Bar genommen hat. Alles sehr amüsant. Nach einem kurzen Abstecher ins „Apartment“, einem Club, ging es 50 Minuten mit dem Taxi zurück nach Anting. Die Fahrt kostet umgerechnet keine 25Euro!

 

Samstag (oder auch „Sightseeing und Party in Shanghai“)

Nach einer relativ kurzen Nacht stand am Samstagnachmittag erneut die Fahrt nach Shanghai an,da die Wochenenden für das Sightseeing Programm reserviert sind. Der Plan war zum Yuyan Garden zu fahren und danach noch einen Stoffmarkt zu besuchen. „Leider“ liess sich der Garten schwerer finden als erwartet, weshalb Dario und ich auf einmal in einer typisch chinesischen Gasse mit Garküchen und am Strassenrand verkauften Speisen landeten. Hygienefanatiker werden hier weder glücklich noch satt, weshalb es von Vorteil ist, wenn man einfach mal die Augen zu machen kann und sich mutig in eine Garküche für Dumplings setzt – wie wir. Diese waren köstlich, mehr als preiswert (von den durchgängig chinesischen Gästen bestaunt zu werden inklusive) und überhaupt nicht gesundheitsgefährdend.

Nach dem Essen fand sich der Garten mit einiger Hilfe doch noch, ebenso wie ein chinesisches Teehaus, in welchem uns in einer klassischen Teezeremonie ca. 8 Tees zubereitet wurden. Insbesondere die Teeblumen sind sehr schön anzusehen. Ich werde mir bei Zeiten auch noch eine schöne Teetasse zulegen...

Shanghai Old Town Shanghai Old Town Shanghai Old Town Chinesische Gasse voller Garküchen und Strassenverkauf Gebratener und sehr arg riechender Tofu Schweinenasen und Co. Dario in Dumplinküche Ich in Dumplingküche Dumplings Yummy Stromversorgung in China Teehaus Teeblume namens Julia Resultat der Teezeremonie Zickzackbrücke am Yuyan Garden Zickzackbrücke am Yuyan Garden Im Yuyan Garden Im Yuyan Garden Im Yuyan Garden Im Yuyan Garden Im Yuyan Garden

Gegen Abend ging es dann zu Bernart, einem spanischen Arbeitskollegen, der seinen Geburtstag mit uns feiern wollte. In wild durcheinander gewürfelter Runde (deutsch, spanisch, amerikanisch, brasilianisch-schwedisch) gab es dann spanische Köstlichkeiten und Wein. Gemeinsam ging es dann in die „Geisha“, einem Club in der Innenstadt, welcher kurioserweise an diesem Abend das Motto „SM“ gewählt hatte. Sehr interessant mit Arbeitskollegen sowie Chefs zwischen Gummipuppen, Dildos und Animateuren in Lack, Leder, Masken, Peitschen und Co. zu feiern :D

Die Taxifahrt heim war leider ein Desaster, denn der Taxifahrer kannte den Weg nicht und ist fast beim Fahren eingeschlafen. Eine Gefahr, der man sich hier beim Einstieg ins Taxi bewusst sein muss, dadie Fahrtzeiten hier nicht geregelt sind. Man sollte seinen Fahrer also immer gut im Auge behalten und notfalls mal antippen. Wir haben es aber letztenendes doch geschafft und haben bei strömendem Regen Anting erreicht...

 

Sonntag (oder auch „Hallo Ralfie“)

Sonntag war mein Ruhetag, was nach der ersten Woche auch dringend angesagt war. So war ich lediglich ein bisschen zu Fuss in Anting unterwegs und beim Supermarkt. Unnnnd.....ich war doof. Ich hab eine von den kleinen, armen Schildkröten dort gekauft L Ich musste einfach, sie lagen alle so lethargisch dort und „er“ war als einziger aktiv....

Meine Mittel ein Schildkrötenheim zu bauen sind zwar hier leider recht beschränkt, aber ich hoffe einfach ich kann ihm eine bessere Zeit schenken als die in der kleinen Plastikschachtel im Supermarkt. Sein Name ist jetzt Ralfie und er lebt auf meinem Schreibtisch in einer grossen Box mit Wasser.

 

FAZIT der ersten Woche: Mir gefällt es bisher sehr gut. Das Essen ist lecker, ich habe nette Leute kennengelernt und schon einiges erlebt. Ich bin gespannt wie es weitergeht!

Montag, 28.01.2013

Schildkrötensorgen

Ralfie hat nicht gegessen und sein Gehege gefällt mir und ihm nicht...also habe ich auf dem Firmengelände Kiesel geklaut und mir eine Schreibtischlampe gekauft - als Wärmequelle. Jetzt sieht es schon viel besser aus, er kann richtig schwimmen und sich auch trocknen. Leider glaube ich Ralfie ist ein bisschen doof...er dümpelt immer ein bisschen irritiert in seinem Wasser. Aber das liegt vielleicht auch daran, dass er es nicht gewöhnt ist zu schwimmen.Und er isst nicht...zumindest nicht bemerkbar.

Montag, 28.01.2013

Die erste Woche in der Ferne

Die erste Woche in China ist schon rum und ich habe noch immer nichts geschrieben. Allerdings funktioniert das Internet bei mir in den Abendstunden nicht wirklich, weshalb sich ein entspanntes Schreiben vor dem Schlafengehen nicht ergibt.

Aber nun endlich folgt der erste und zugleich lange, lange Bericht einer großartigen ersten Woche:

Freitag (oder auch "Der Tag des Visums und der letzten Backkartoffel")

Am Freitag mussten Papa und ich schon 7 Stunden vor Abflug das Auto bepacken und Richtung Frankfurt fahren, da aus verschiedensten Gründen (die hier ungenannt bleiben sollen) mein Visum eben erst am Abflugtag fertig sein sollte. War es dann auch. Zum Glück.

Nach dem Besuch beim Visa Application Service Center (ich bitte darum diesen Eigennamen 4 Mal laut auszusprechen) in Frankfurt, ging es dann weiter zum Flughafen Frankfurt, wo ich 4 Stunden vor Abflug bereits eingecheckt habe und mir einen Platz am Notausgang (Beinfreiheit Halloooo!) sichern konnte. Außerdem musste ich einen 2. Koffer bezahlen (Ok, Papa musste den 2. Koffer bezahlen).Nach Warterei, Essen und ein bisschen Shopping, habe ich mich dann auch verabschiedet und bin zum Gate. Es waren erstaunlich viele kleine Kinder und Babys auf dem Flug nach Shanghai.

Ich saß neben einem Franzosen an besagten Notausgang, wo es allerdings aus der Decke tropfte (auf den Franzosen). Die Stewardess meinte dann als ganz logische und sehr aufmunternde Erklärung, dass das Flugzeug sehr alt sei. Hat man kaum gemerkt. Alles etwas ramschig, kein eigener Fernsehr und der "Große" war so dunkel, dass man nichts gesehen hat. Also habe ich versucht zu schlafen und nicht vom ekeligen Bordessen zu sterben :-D

Flughafen Frankfurt


Samstag (oder auch "Hallo China")

Bei Ankunft in Shanghai um 13 Uhr lief dann alles glatt, mein Fahrer war da (ein Chinese ohne Englischkenntnisse) und ich wurde fast 1 1/2 Stunden in einem auf Saunatemperatur beheiztem VW zur Firma nach Anting (Außenbezirk von Shanghai) gebracht.

Dort wurde ich gleich von einer gleichaltrigen chinesischen Kollegin (Han Ruixue) in Empfang genommen, die mich in meine Bleibe gebracht hat und auch bei den ersten Besorgungen geholfen hat. Außerdem hat sie Hu Qi (Arbeitskollegin von Papa und gerade auch in Shanghai) angerufen. Diese hat mich dann gleich zum Supermarkt gefahren. Dort habe ich für unglaubliche 86€ eine elektrische Heizung, einen Fön, einen Wasserkocher und ganz viel Kleinkrams bekommen :-D
Und da ich glaube ich die einzige Westlerin in dem unglaublich riesigen Supermarkt war, wurde ich auch gut angestarrt. Generell wird man hier immer sehr interessiert bestaunt.

Und dann kam auch gleich der erste Kontakt zur chinesischen Küche, da Hu Qi mich auch zum Abendessen eingeladen hat. In ein Restaurant, bei dem man ähnlich dem Fondue sein Essen in Töpfen kocht. Nur, dass man das Ganze mit Stäbchen macht (ich hatte nach dem Essen fast einen Krampf) und es gaaaaaanz gaaaaanz viel Auswahl gibt. Viel zu viel zum Schaffen :-D Aber es war sehr lecker.

Hu Qi mit Hot Pot Hot Pot Hot Pot

Nach dem Essen habe ich noch eine Arbeitskollegin kennengelernt (Luo Zhen), die meine Nachbarin ist und mich am Montag in den Shuttle Bus begleiten sollte, damit ich auch wirklich in der Firma ankomme....
Und dann.....war ich allein. In meiner Bleibe :-D Oder wie ich sie liebevoll nenne: (R)Unterkunft

Denn so wohnen nicht mal Asylbewerber in Deutschland. Alles ziemlich dreckig und total kalt, weil es keine Heizung gibt (nur eine Klimaanlage). Das heißt ich habe Klimaanlage und meine elektrische Heizung fast ständig laufen und schnattere doch meist. Insbesondere im Bad. Welches ich als echtes Highlight betrachte....kaltes Wasser am Waschbecken, Dreck in allen Ecken und totale Überschwemmung nach dem Duschen (für den ganzen Tag). Aber all dies wusse ich ja bereits vor der Ankunft, weshalb der Schock eher gering war und die Freude um vorhandene Matratzen und Decken umso größer war. Außerdem weiß ich, dass ich nach diesen 2 Monaten definitiv campingfähig bin :-D

Dann noch schnell ausgepackt und ins Bettchen. Geträumt habe ich von Kakerlaken, die mein Baguette essen und ansonsten gut geschlafen.

Ausblick rechts vor dem Haus (vom Hausflur Treppenhaus Mein Eingangsbereich Flur mit schönem und löchrigem PVC Mein Palast Mein Palast Mein humorvolles Badeingangsschild Meine liebe Klimaanlage

 

Sonntag (oder auch "Die gastfreundlichste Person aller Zeiten")

Den Sonntag habe ich dann fast komplett mit meiner Nachbarin Lou Zhen verbracht. Diese 1,55m große und 22 Jahre alte Chinesin ist der wahrscheinlich gastfreundlichste Mensch aller Zeiten.
Sie hat mir die Mall (ca. 15 Gehminuten entfernt) mitsamt Bahnstation für die Fahrt nach Shanghai gezeigt und auch gleich eine Bahnkarte mit Guthaben gekauft. Danach hat sie mich zum Mittag- und Abendessen eingeladen, war mit mir beim Bowling und hat mir ein Teegtränk gekauft!

Ich hab mich schon ganz schlecht gefühlt bei so viel Nettigkeit und hab immer total beschämt "Danke" oder auf chinesisch "xièxie" gesagt.
Auf meine Einladung zum Getränk wollte sie gar nicht eingehen!

Das Essen gefällt mir bisher sehr gut, auch wenn ich das Gefühl habe, dass hier den ganzen Tag gegessen wird. Und, dass es nicht genug sein kann. Außerdem bestellt hier nicht jeder ein Gericht, sondern ganz viele verschiedene und die werden dann in die Tischmitte gestellt und jeder pickt mit seinen Stäbchen darin rum.

P.S: Ich hab Entenzunge probiert!

Lou Zhen mit Pilzen in Sojasauce und Entenzungen Close-up auf Entenzungen und Pilze in Sojasauce Weitere Leckereien Bowling

P.S.S. Der Nachtrag für Montag-Sonntag erfolgt dann heute Abend, ich muss jetzt zur Arbeit :-D

Freitag, 04.01.2013

Keine 24 Stunden mehr!

Morgen um diese Zeit sitze ich seit 5 Stunden im Flieger und frage mich wahrscheinlich, wie und warum ich auf die wahnwitzige Idee gekommen bin mein Praktikum in China zu absolvieren!

Mit mir führe ich 2 Koffer mit sehr ansehnlichem Kampfgewicht (ich hoffe der Chinese vom Pick-Up Service hat Muckis).

Laut bisheriger Informationen werde ich nach Ankunft am Samstag vom Flughafen zuerst zur Firma (Automobilzulieferer Kostal, bei dem ich im Vertrieb arbeiten werde) gebracht und dort von einem Kollegen in meine Unterkunft gebracht. Dieser Kollege soll/will mir auch erklären, welchen Shuttle Bus ich am Montagmorgen nehmen muss um bei der Arbeit anzukommen.
Außerdem bin ich um 18Uhr bereits mit einer mir bekannten Chinesin verabredet, um Einkäufe zu erledigen. Ich hoffe es klappt alles. Und, dass ich Internet habe.

Soweit der Plan, schauen wir mal was daraus wird....


Ahhhhhhhhhhhhh Aufregung :-)