Montag, 25.02.2013

Recap des letzten Wochenendes

An meinem letzten Wochenende in Shanghai (unfassbar wie schnell die Zeit vergeht), ist viel passiert. Die dazu passensten Adjektive sind schmerzhaft, schön, entspannt, lecker, feierlich, müde und anstrengend.

Schmerzhaft war der Freitagabend, an dem mich 1 der 3 Katzentiere von Olaf und Kathrin attackiert hat...jetzt habe ich Kratzer im Gesicht und an der Wade und Angst vor Tips (Name des Katers). Allerdings hatte der mir vorher (also in Begleitung von Olaf und Kathrin) sehr enstpannte Tips wohl einfach Angst vor mir, als ich alleine durch die Wohnung gewandert bin...vermutlich hat er keine guten Erfahrungen mit der Putzfrau gemacht. Also ist es aus Katzensicht nachvollziehbar und für mich halt doof gelaufen. Jetzt verbringen wir die Zeit in getrennten Räumen und ich hoffe er fühlt sich nach meiner Abreise in 4 Tagen wieder besser und nicht mehr bedroht von mir fremden Wesen.

Ich bin mir auch sicher, dass nach Tattoos und Branding als Körperkunst „Scratching“ (also Kratzen) total trendy sein wird und ich als Vorreiterin bei diesem Trend gelten werde... ;) 

Schön war der Sonntagvormittag bzw wurde ich am Sonntagvormittag schön gemacht. Ich habe nämlich in einem kleinen Schönheitsstudio eine Wimpernverlängerung sowie eine Manicure bekommen. Dafür lag ich fast 2 Stunden auf einer Liege und es haben 3 Chinesinnen an mir rumgeklebt und gefeilt und lackiert. Ich hätte zu gerne ein Foto von dem Anblick, habe mich aber nicht getraut zu fragen.

Auch habe ich das „Vorher“Foto für den „Vorher-Nachher“Effekt versäumt. Also gibt es rein theoretsich nur ein „Nachher’-Foto mit super tollen langen Wimpern (welches ich später einfügen werde, da ich gerade keines zur Hand habe, es sieht aber ein bisschen wie auf dem nachfolgenden Bild aus).

Diese Wimpern werden nun bis zu 2 Monate an meinen eigenen kleben und dann mit diesen im normalen Wachstumszyklus ausfallen. Ich brauche jetzt auch erst mal keine Wimperntusche mehr.

Um dann noch ein bisschen netter auszusehen, habe ich mit Kathrins Hilfe 2 Ketten erhandelt ;)

Hauptsächlich entspannt war die anschließende Massage in einem seriösen Massagesalon (Wir sind auch aus Versehen in einen etwas unseriösen gestolpert, bei dem uns eine junge Chinesin mit mehr als knappem Leder-Minikleid die Tür öffnete und meinte „Special Massages wären nicht für Ladies“...wir sind dann lachend wieder gegangen).

Nun denn, in dem seriösen Salon wurden wir nach typischer Spa Manier in entspannt abgedunkelte Räume geführt (Kathrin und ich zusammen) und mussten erst einmal eine Art Pyjama im grau weißem Streifenmuster anziehen (Geschichtsunterricht lässt grüßen, ebenso wie eine Buchempfehlung meinerseits: „The boy in the striped Pyjamas“). Dann wurden wir von unseren Masseuren (männlich und weiblich) mit einem Handtuch abgedeckt und durch dieses Handtuch massiert. 45 Minuten lang wurden also Schultern, Nacken sowie der Kopf durchgeknetet (ich hab immer noch Schmerzen in den Schultern). Mein Masseur war außerdem eine kleine Quasselstrippe und hat mich gefragt wo ich herkomme und wie alt ich bin und mir dann ganz chinesisch charmant gesagt, wie hübsch ich doch wäre...das wirkte aber etwas komisch, da der Raum ja eher dunkel war und ich den Kopf in der Öffnung der Massageliege hatte...aber naja. Welche Frau bekommt nicht gerne Komplimente :D

Beim Bezahlen wurde uns dann sogar nur 1 statt 3 Massagen abgerechnet und wir sind mal ganz dreist aus dem Laden gegangen...Allerdings bemerkten auch die Damen an der Kasse ihren Fehler kurz nach uns und sind uns gefolgt. Sie entschuldigten sich dann aber ganz oft für ihren Fehler und die Unannehmlichkeit etc. Wir hätten mit mehr Strategie an die „Zahlflucht“ herangehen sollen und uns einzeln in Geschäfte verstreuen sollen...aber dafür sind wir dann wohl doch zu deutsch und ehrlich. Aber es war lustig. 

Lecker war das in großer Runde angelegte Abendessen in einem Restaurant, dass sehr gute Peking Ente anbietet. Erstaunlich ist hierbei für den Laien die Tatsache, dass die Peking Ente nicht wie bei uns im China-Restaurants gegessen wird, sondern nur ganz feine Scheiben der Haut abgeschnitten werden und zum Verzehr zusammen mit Zwiebeln und einer dunklen Sauce in einen ganz dünnen und kleinen „Reistortilla“ gelegt werden. Sehr lecker das Ganze, ebenso wie all die anderen Speisen auf unserem Drehtisch.

Nach all dem leicht warmen chinesischem Bier im Duck King Restaurant ging es dann bei Cocktails noch sehr feierlich zu, als wir in einen Club (namens Brown Sugar) mit sehr guter Live Musik weitergezogen sind. 

Dementsprechend müde waren wir wohl alle auch am Sonntag und mein Ausflug zu zwei Stoffmärkten und einem Teemarkt in Shanghai war ein bisschen anstrengend. Aber das Wetter war toll und die Sonne schien, weshalb gleich alles viel einfacher war und meine bestellte und leider etwas missratene Maßbluse nicht allzu sehr ins Gewicht fiel...vielleicht fällt der Stoff nach dem ersten Waschen aber auch einfach besser und zur Not muss ich halt in Deutschland mal zum Schneider damit.